Diversität und Evolution der Pflanzen

Prof. Dr. Georg Zizka, georg.zizka@senckenberg.de, Telefon 069 97075 1166, -1164; 069 798 42176
Dr. Christian Printzen, christian.printzen@senckenberg.de, Telefon 069 97075 1154
Dr. Juraj Paule, juraj.paule@senckenberg.de, Telefon 069 97075 1158
Dr. Stefan Dressler, stefan.dressler@senckenberg.de, Telefon 069 97075 1135

Informationen zum Modul

Die Diversität der Pflanzen ist die Grundlage des Lebens auf unserem Planeten. Die Gefäßpflanzen, insbesondere die Bedecktsamer (Angiospermen) sind dabei als Lieferanten von Nahrungsmitteln und erneuerbaren Rohstoffen die für uns Menschen mit Abstand wichtigste Gruppe. Die Vielfalt der Bedecktsamer umfasst z.Zt. rund 250 000 bekannte Arten. Man schätzt, dass noch weitere ca. 50 000 Arten zu entdecken sind. Viele tausend Arten sind aber heute vom Aussterben bedroht.

Im Rahmen des Moduls werden folgende Themen bearbeitet: i) Heutige Vielfalt der Bedecktsamer, deren Aufbau, Klassifikation und geographische Verbreitung; ii) Evolution der Bedecktsamer und die Rolle von Umweltfaktoren und Interaktionen mit Tieren; iii) Entstehung der heutigen Verbreitungsmuster und Möglichkeiten zur Rekonstruktion der Arealentwicklung (in diesem Themenbereich wird auch die Gruppe der Flechten berücksichtigt). Des Weiteren werden die Anwendungsaspekte der Diversitätsforschung (Arten-/Naturschutz, Diversitäts-/Florenwandel) behandelt. Das Modul vermittelt ein breites Methodenspektrum, das „klassische“ morphologisch-anatomische Untersuchungen einschließt und einen besonderen Schwerpunkt bei der molekularen Bearbeitung von Verwandtschaft (DNA-Sequenzierung, Fragmentanalysen) und insbesondere der Rekonstruktion von Stammesgeschichte und Merkmalsevolution hat.

Zum Modul gehört in der Regel eine einwöchige Exkursion, meist in die Alpenregion.

Die Arbeitsgruppe ist eng mit der Abteilung Botanik des Senckenberg Forschungsinstitutes Frankfurt verbunden und betreut eine der größten Herbarsammlungen Deutschlands. Im Rahmen des Moduls wird daher auch die Bedeutung und Nutzung wissenschaftlicher Lebend – und Herbarsammlungen thematisiert.

Semesterlage des Moduls – Erste Hälfte Sommersemester

Anzahl der verfügbaren Plätze - 12

Besonderheiten – Das Modul kann in Absprache mit den Studierenden ganz oder teilweise auf Englisch durchgeführt werden. Es können gegebenenfalls Versuche der gentechnischen Sicherheitsstufe S1 durchgeführt werden. In der Regel gehört eine einwöchige Exkursion zum Modul.

Homepage des Arbeitskreises

Materialien zur Lehre