Public Understanding of Science and Research - Bildung und Wissen

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Die verschiedenen Disziplinen der Biowissenschaften und ihre Forschungsergebnisse beeinflussen heute nachhaltig alle Lebensbereiche. Die Abteilung für Didaktik der Biowissenschaften beschäftigt sich mit dem Transfer gesicherter Erkenntnisse in die Öffentlichkeit und in den schulischen Bildungsbereich. So soll in der Gesellschaft das Verständnis für naturwissenschaftliche Forschung und Methoden gestärkt werden. Im Rahmen eines qualitativen Forschungsansatzes untersucht Professor Hans Peter Klein, welche zentralen Inhalte und ihre didaktische Aufarbeitung geeignet sind, um Schülerinnen und Schüler unterschiedlicher Altersklassen einen wissenschafts- und problemorientierten und dabei anschaulichen Biologieunterricht zu ermöglichen. Sein Schwerpunkt liegt auf der Konzeption experimentell ausgerichteter Unterrichtseinheiten und ihrer Evaluation. Klein erarbeitet gemeinsam mit Professorinnen und Professoren des Fachbereichs unter anderem Lernkoffer, die es Lehrerinnen und Lehrern erleichtern, wissenschaftliche Experimente in didaktisch reduzierter Form in den Unterricht zu integrieren. Die Schülerinnen und Schüler sollen so den Umgang mit Methoden erlernen, die für einen Erkenntnisgewinn in den Naturwissenschaften essentiell sind. Mit dem Lernkoffer „GeniE – Genetik im Experiment“ können molekularbiologische Versuche einfach, gefahrlos und kostengünstig durchgeführt werden. Dazu gehört zum Beispiel die Isolation von Desoxyribonukleinsäure (DNA) aus Zellen. Das für den Biologieunterricht zentrale Thema der Geschichte der Menschheit lässt sich durch den Lernkoffer „Hominids for Schools“ wissenschaftsorientiert in den Unterricht einbauen. Er wurde in Kooperation mit dem Senckenberg Forschungsinstitut und Naturmuseum entwickelt. Die fachübergreifenden Themenbereiche Biodiversität und Umweltbildung werden insbesondere an Lernorten außerhalb der Schule angeboten; größere Exkursionen führen bis auf die Galápagos-Inseln. „Mit unseren verschiedenen Forschungsfeldern wollen wir einen Beitrag dazu leisten, die Qualität des Lehrens und Lernens biologischer Inhalte in schulischen und außerschulischen Bildungseinrichtungen zu sichern“, erklärt Klein sein Ziel.

Einen weiteren Forschungsschwerpunkt Kleins bildet die kritische Analyse aktueller Bildungsstandards, Kerncurricula und Kompetenzorientierung sowie der eingeleiteten Maßnahmen, die derzeit in den schulischen Bildungsbereich eingeführt werden.

Zur Person

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An sein Studium der Biologie, Chemie und Sportwissenschaft in Bonn schloss Hans Peter Klein das Zweite Staatsexamen für das Lehramt an Gymnasien an. Von 1977 bis 2001 unterrichtete er als Gymnasiallehrer. Von der Universität Bonn wurde Klein mit einer Arbeit über die Morphologie, Dynamik und Physiologie endocytotischer Prozesse bei Amoeba proteus promoviert. Im Bereich der Lehramtsausbildung erhielt er von den Universitäten Köln und Koblenz Lehraufträge für Zellbiologie, Elektronenmikroskopie, Protozoologie und Fachdidaktik. 2001 wurde Klein von der Universität Frankfurt als Professor für Didaktik der Biowissenschaften berufen. Seit 2006 ist er Präsident der Gesellschaft für Didaktik der Biowissenschaften (GDBW) sowie Mitbegründer und Geschäftsführer der 2010 in Köln gegründeten Gesellschaft für Bildung und Wissen (GBW) und hat für 2011/2012 eine Gastprofessur am College of New Jersey in den U.S.A. angenommen.

Kontakt:

Prof. Dr. Hans Peter Klein
Abteilung für Didaktik der
Biowissenschaften
Max-von-Laue-Str. 13
(Biologicum, Flügel D)
60438 Frankfurt am Main; Germany
Telefon: +49 (0)69 798 42270
E-Mail: h.p.klein@bio.uni-frankfurt.de
www.bio.uni-frankfurt.de