Qualifikationsziele des MSc Ökologie und Evolution

Das Masterstudium Ökologie und Evolution ist ein bilingualer Studiengang, der auf den Erwerb fortgeschrittener Kenntnisse in den Bereichen Ökologie, Evolution und Biodiversität insbesondere von Tieren, Pflanzen und Pilzen abzielt. Die Studierenden werden befähigt, die grundlegenden evolutionären und ökologischen Prozesse zu verstehen, die u.a. durch Wechselwirkungen zwischen den Organismen beeinflusst werden. Zudem werden abiotische Faktoren sowie anthropogene Einflüsse thematisiert. Im Masterstudium Ökologie und Evolution werden die theoretischen Kenntnisse und methodischen Fähigkeiten zur Erforschung von Ökologie, Evolution und Biodiversität auf professionelle Weise vermittelt, die Studierenden werden zu selbständigem wissenschaftlichen Denken angeleitet sowie zu verantwortlichem Handeln geführt. Den Studierenden wird eine vertiefte Fach- und Methodenkenntnis vermittelt, so dass sie im Anschluss an das Studium forschungs- und praxisbezogene Berufsfelder in diesen Bereichen besetzen können.

Da sich die Tätigkeits- und Forschungsbereiche der Ökologie, Evolution und Biodiversität ständig wandeln, ist ein wichtiges Ziel des Studiums, die Studierenden zu befähigen, sich selbstständig und schnell mit neuen Entwicklungen vertraut zu machen, in neue Gebiete einzuarbeiten und selbst zu weiteren Entwicklungen ihres Fachgebiets in Wissenschaft und Technik beizutragen. Hierzu dienen auch die studiengangsübergreifenden Qualifikationsziele. Durch die optionale Einbeziehung typischer Themen von Sammlungsinstitutionen bzw. Großforschungseinrichtungen und eines frei wählbaren Betriebspraktikums in angewandten Berufsfeldern bietet der Studiengang zusätzliche Qualifikationsmöglichkeiten.

Der Masterstudiengang Ökologie und Evolution ist forschungsorientiert, umfasst jedoch auch anwendungsorientierte Aspekte, da die Studierenden mit dem erfolgreichen Abschluss des Studiums sowohl für eine anschließende Weiterqualifikation im akademischen Bereich, z.B. in Form einer Promotion, als auch für eine berufliche Tätigkeit qualifiziert sind. Die Studierenden werden zu selbständigem wissenschaftlichen Denken angeleitet, so dass sie in der Lage sind, insbesondere Themen der Ökologie, der Biodiversität und des Naturschutzes kritisch und wissenschaftlich fundiert zu diskutieren. Umfangreiche Praktika, in denen die Studierenden selbständig zu speziellen Fragestellungen forschen, führen zu kritischem Umgang mit Daten und zu eigenständigem Argumentieren.

Es werden sowohl Inhalte traditionellen Wissens (Artenkenntnis, Morphologie, Anatomie, allg. Ökologie und Systematik) und Methoden (Bestimmung, Taxonomie, Lichtmikroskopie, wissenschaftliches Zeichnen) als auch modernes Wissen (z.B. molekulare Phylogenie, Genomik, Physiologie) und Methoden (z.B. molekulare Methoden, Bioinformatik, Modellierung) vermittelt, so dass die Studierenden über vielfältige Kenntnisse zur Ökologie, Evolution und Biodiversität verfügen und diese zum Bearbeiten neuer Fragestellungen sinnvoll miteinander vernetzen können.

Der erfolgreiche Abschluss des Studiums qualifiziert beispielsweise für Tätigkeitsfelder wie die Grundlagenforschung, akademische Lehre, Arbeit bei Naturschutzbehörden und anderen Bereichen der öffentlichen Verwaltung, in wissenschaftlichen Sammlungen und Gärten, in Organisationen, die im Natur- und Artenschutz tätig sind, im Bereich der Land- und Forstwirtschaft oder in der chemischen, biotechnologischen und agrotechnischen Industrie.